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Verschnaufpause - und nun?
Nasdaq-Analyse vom 17.05.2026

Auch
wenn der Nasdaq 100 in der Vorwoche abermals ein neues Allzeithoch markierte,
trat er letztlich auf der Stelle. Nach einem leichten hin und her verbuchte
der Index per Saldo ein kleines Wochenminus von 110 Punkten, dies entspricht
knapp 0,4 Prozent.
Wenig überraschend hat der Nasdaq 100 also eine langsamere Gangart eingeschlagen,
von einer Korrektur kann aber noch nicht gesprochen werden. Trotzdem sollten
Anleger nun vorsichtig sein. Die Wochenkerze mit Eröffnung und Schluss
fast auf gleicher Höhe zeugt von Unsicherheit, nicht selten läuten
solche Kerzen auch einen Trendwechsel ein. Von daher ist die Korrekturgefahr
aktuell weiterhin als hoch zu bezeichnen.

Im
unteren Chart auf Tagesbasis hat der Stochastik seine Signallinie nach unten
gekreuzt und bereits seine obere Extremzone verlassen. Dies könnte nun
zu einer Abwärtsbewegung führen, in deren Verlauf dann auch der
MACD in ein Verkaufsignal umschwenkt. Nach dem kräftigen Anstieg seit
Ende März ist das Korrekturpotenzial erheblich. Was aber nicht bedeuten
muss, dass der Index dieses nun auch ausschöpft.
Die Aufwärtsbewegung geriet in der vergangenen Woche ins Stocken. Möglich,
dass sich die Bullen in der kommenden Woche nochmals aufrappeln und den Nasdaq
100 bis auf 30000 Punkte treiben. Denkbar ist aber auch, dass nun, kurz vor
Erreichen dieser psychologisch wichtigen Marke, die Käufer kalte Füße
bekommen haben und sich erst einmal zurückhalten. Dann bleibt das Ausmaß
der Korrektur abzuwarten.
Autor: Oliver Schultze