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Kurzfristig
leicht bearish
DAX-Analyse vom 19.07.2026
In der Vorwoche gelangen dem DAX an den ersten beiden Handelstagen leichte
Gewinne, ab Mittwoch bröckelten die Kurse dann jedoch etwas ab. Insgesamt
ein relativ ruhiger Verlauf mit einem Wochenminus von 236 Punkten, dies entspricht
0,9 Prozent.
Somit befindet sich der DAX weiterhin in der Schiebezone, in der er sich seit
über einem Jahr weitgehend aufhält. Der Fehlausbruch auf der Oberseite
Anfang Juli hatte (bisher) genau so wenig weitreichende Konsequenzen wie der
Fehlausbruch auf der Unterseite im März. Jetzt deutet sich zunächst
eine Fortsetzung der mittelfristigen Seitwärtsbewegung an. Ein neues
Signal entsteht erst wieder mit einem signifikanten und nachhaltigen Ausbruch.

Kurzfristig sind nun aber eher fallende Notierungen bei den deutschen Blue
Chips zu erwarten. Denkbar ist ein Rückgang bis zum unteren Bollinger
Band auf Tagesbasis bei aktuell knapp 24400 Zählern. Allerdings hat der
Index dieses untere Band seit dem Kursrutsch im März nicht mehr berührt.
Knapp darunter verläuft dann aber auch die vielbeachtete 200-Tage-Linie,
in deren Bereich der DAX seit Mitte April zuverlässig wieder nach oben
drehte.
Jetzt zeichnen sich bei den deutschen Standardwerten zunächst weiter
nachgebende Kurse ab. Ein massiver Abverkauf liegt derzeit aber nicht in der
Luft. Ohnehin entsteht ein neues mittelfristiges Verkaufsignal erst mit einem
Durchbruch des Märztiefs, und dieses liegt bei 21864 Zählern und
damit fast 3000 Punkte entfernt. Das Allzeithoch bei 25900 Punkten liegt zwar
deutlich näher, einen Ausbruch nach oben erwarten wir derzeit aber auch
nicht.
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Autor: Oliver Schultze