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bröckelnde Kurse
DAX-Analyse vom 11.10.2026
Der DAX startete zwar etwas freundlicher in die Vorwoche, drehte aber bereits
am Mittwoch wieder nach unten und fiel unter den Vorwochenschlusskurs. Am
Donnerstag markierte der Index ein neues Zweimonatstief, bevor am Freitag
eine leichte Erholung zu beobachten war. Unter dem Strich ergab sich daraus
ein kleines Wochenminus von 144 Punkten bzw. knapp 0,6 Prozent.
Damit entfernte sich die Notierung nicht nur weiter von der Obergrenze der
Handelsspanne bei 25900 Zählern, sondern verweilt auch weiterhin unterhalb
des mittleren Bollinger Bandes auf Wochenbasis. Dieses verläuft aktuell
bereits rund 350 Punkte höher. Dies spricht eher für einen Rückgang
bis zum unteren Band. Darauf deutet auch das bestehende Verkaufsignal beim
Wochen-MACD hin. Entsprechend sind die mittelfristigen Aussichten derzeit
als eher bescheiden einzustufen.

Im Chart auf Tagesbasis fiel der DAX am Donnerstag sogar aus den Bollinger
Bändern heraus, abermals konnte die 200-Tage-Linie den Rückgang
aufhalten. Jetzt weisen aber sowohl der MACD als auch der Stochastik Oszillator
abwärts, weiter nachgebende Kurse der deutschen Blue Chips erscheinen
daher plausibel. Ein massiver Abverkauf liegt jedoch nicht in der Luft, der
gemächliche Abstieg der letzten Wochen könnte sich fortsetzen.
Die Anfang Oktober gestartete Erholung endete schnell, dann nahm der DAX die
Abwärtsbewegung wieder auf. Weiter bröckelnde Kurse sind auch jetzt
realistisch. Selbst bei steigenden Notierungen ist ein neues Kaufsignal vorerst
nicht greifbar. Ein Anstieg über 25900 Punkten wäre zwar ein positives
Zeichen, aber erst mit einem klaren Durchbruch des Allzeithochs springen die
Börsenampeln wieder auf grün. Und damit rechnen wir vorerst nicht.
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Autor: Oliver Schultze