Chartbüro Dr. H.-D. Schulz

Chartanalysen + Wirtschaftsgrafiken


Home -> Analysen -> Nasdaq 100

Stetig neue Höchststände
Nasdaq-Analyse vom 10.05.2026


langfristiger Nasdaq Chart

Auch in der vergangenen Woche waren die Bullen unaufhaltsam, sie trieben den Nasdaq 100 von einem Allzeithoch zum nächsten. Im Vergleich der Freitagsschusskurse verbuchte der Index ein sattes Wochenplus von 1525 Punkten, dies entspricht 5,5 Prozent.

Der Trend ist weiterhin klar aufwärts gerichtet. Zuletzt kletterte die Notierung jedoch mehr als 1000 Punkte über das obere Bollinger Band auf Wochenbasis. In starken Trends ist dies nicht ungewöhnlich, führt erfahrungsgemäß aber meist recht zügig zu einer langsameren Gangart oder gar einer Konsolidierung. Zudem ist die runde Marke von 30000 Zählern nun nicht mehr fern, spätestens mit Erreichen dieser Hausnummer dürften sich die Bullen eine Verschnaufpause gönnen.

mittelfristiger Nasdaq Chart

Mit Blick auf den unteren Chart ist ersichtlich, dass der Nasdaq 100 das aus der Seitwärtsspanne resultierende Mindestkursziel mittlerweile sogar übertroffen hat. Auch in diesem Zeitfenster befindet sich die Notierung nun außerhalb der Bollinger Bänder, der Stochastik Oszillator signalisiert beharrlich eine überkaufte Lage. Insofern ist das Korrekturrisiko als relativ hoch einzustufen. Gemäß der Börsenweisheit „the trend is your friend“ sollten Anleger jetzt jedoch nicht auf fallende Kurse setzen.

Die ausgesprochen beachtliche Aufwärtsbewegung beim Nasdaq 100 dauert an, seit Ende März hat der Index bereits über 6000 Punkte zugelegt. Wie lange solche dynamischen Bewegungen anhalten, lässt sich nicht prognostizieren. Wir rechnen allerdings spätestens im Bereich von 30000 Zählern mit einer Gegenreaktion. Diese könnte, in Anbetracht des starken Anstiegs der letzten Wochen, auch recht kräftig ausfallen. Von daher dürfte es kein Fehler sein, wenn Anleger ihre Positionen jetzt mit einem Stopp absichern und diesen bei weiter steigenden Kursen auch konsequent nachziehen.


kurzfristiger Nasdaq Chart

Autor: Oliver Schultze