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Noch
Restpotenzial vorhanden
Nasdaq-Analyse vom 05.09.2010

Der Verkaufsdruck bei den Technologiewerten ebbte in der Vorwoche recht bald
ab. Zur Wochenmitte knackte der Nasdaq 100 dann durchaus dynamisch den kurzfristigen
Abwärtstrend, was im Anschluss zu weiter steigenden Kursen führte.
Im Vergleich der Freitagsschlusskurse legte der Index um 79 Punkte bzw. 4,4
Prozent zu.
Die im mittleren Schaubild auf Wochenbasis eingezeichneten Trendlinien verlieren
damit weiter an Bedeutung. Die seit praktisch genau einem Jahr gültige
Tradingrange zwischen 1665 und 2060 Zählern bleibt weiter aktuell. Momentan
bewegt sich die Notierung fast genau in der Mitte dieser Handelsspanne. Ein
Ausbruch, und damit ein neues mittelfristiges Signal, ist daher vorerst nicht
greifbar.

Kurzfristig beflügelte zuletzt
der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend, was dann auch dem MACD
zu einem Kaufsignal verhalf. Allerdings wartet bereits bei rund 1900 Zählern
ein Kreuzwiderstand, den die dortige Horizontale und das obere Bollinger Band
bilden. Demnach sollten Anleger mit Erreichen dieses Bereichs eine erneute
Korrektur einplanen.
Ein Ende der mittelfristigen Seitwärtsbewegung zeichnet sich nicht ab.
Die Tatsache, dass die Trendlinien im Chart auf Wochenbasis in schöner
Regelmäßigkeit zur Bedeutungslosigkeit verkommen, spricht vielmehr
für eine längere Fortsetzung der trendlosen Phase. Kurzfristig orientierte
Trader können ihre mit Ausbruch aus dem kurzfristigen Trend aufgebaute
Position halten, relativ engen Stopp nicht vergessen. Prallt der Nasdaq 100
tatsächlich im Bereich um 1900 nach unten ab, könnte ein Positionsdreh
Erfolg bringen.

Autor: Oliver Schultze