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Gut
6300 sind drin
DAX-Analyse vom 05.09.2010

Am Montag tendierte der deutsche Aktienmarkt noch etwas schwächer, ab
Dienstag folgte der DAX dann aber unserem positiven Ausblick. Im Vergleich
der Freitagsschlusskurse legte der Index per Saldo um 183 Punkte zu, dies
entspricht einem Zuwachs um 3,1 Prozent.
Während die Notierung im oberen Chart weiterhin im Bereich der Widerstandslinie
bei 6224 Zählern umherpendelt, hat sie sich im mittleren Schaubild schon
wieder an die zuvor durchbrochene Aufwärtstrendlinie vorgetastet. Dabei
konnte auch das mittlere Bollinger Band zurückerobert werden. Insgesamt
wird das Chartbild damit weniger bearish. Nach wie vor liegt ein neues Kaufsignal
aber erst vor, wenn die Widerstände bei 6386 und 6480 nach oben durchbrochen
sind.
Ein solches Signal zeichnet sich für die kommende Woche jedoch noch nicht
ab. Vielmehr zeigt der untere Chart auf Tagesbasis ein durchwachsenes Bild.
Positiv stimmen das frische Kaufsignal des MACD und der Durchbruch des mittleren
Bollinger Bandes. Dies eröffnet Potenzial bis zum oberen Band, das aktuell
bei über 6300 Zählern verläuft. Eher skeptisch zeigt sich hingegen
der schon wieder überkaufte Stochastik Oszillator. Auch der lange Docht
der Freitagskerze illustriert, dass Anleger auf dem höheren Niveau lieber
Kasse machten, und bremst somit die Euphorie.
Entsprechend zeichnet sich auch für die kommende Woche kein Ende der
mittelfristigen Seitwärtsbewegung ab. Im für die Bullen besten Fall
klettert der DAX auf über 6300 Punkte, bevor der Kursverlauf erneut in
eine Korrektur mündet. Tendiert der Index hingegen zur Schwäche,
wäre bei einem Rückgang unter den Support bei gut 6050 Zählern
ein schwaches Verkaufsignal ausgelöst.

Autor: Oliver Schultze