Auch das untere Schaubild deutet jetzt auf fallende Notierungen
hin. Neben dem Scheitern an der Abwärtstrendlinie, die an der Kursbewegung
seit Januar anliegt, prallte der DAX auch am oberen Bollinger Band nach
unten ab. Der MACD dürfte bei weiter nachgebenden Kursen zügig
auf Verkaufen drehen, der Stochastik schnitt bereits am Donnerstag seine
Signallinie. Zahlreiche Supports sollten jedoch den Rückzug im Rahmen
bzw. die Bären im Zaum halten: Die 4000er-Marke, das mittlere Bollinger
Band bei 3960, der GD200 bei 3946 und die horizontale Linie bei 3920/30
bieten fallenden Kursen Unterstützung.
Steigende Notierungen erscheinen uns für die kommende Woche unwahrscheinlich.
Nur wenn sich der DAX deutlich über 4070 hinwegsetzt, bietet sich
Raum bis zum Jahreshoch bei 4175 Zählern. Realistischer ist aber
ein sinkender Index, wobei der Rückgang keine Crash-artigen Ausmasse
annehmen dürfte.

Update vom 13.10. (Kurzfristchart aktualisiert):
Bisher wurde die obige Prognose zur Realität, der DAX büsste knapp ein Prozent ein, der GD200 bremste am Dienstag den Kursverfall und auch der MACD drehte nun auf Verkaufen.
Die Notierung könnte auch in der zweiten Wochenhälfte weiter nachgeben, eine Aufwärtsreaktion liegt trotz des überverkauften Stochastik noch nicht in der Luft. Ein allzu heftiger Rückgang deutet sich weiterhin nicht an. Sollte der Support bei 3920/30 nicht halten, liegt die nächst tiefere Unterstützung bei rund 3850. Dort verläuft zur Zeit auch das untere Bollinger Band.
Strategie: Stopp der Puts jetzt bei 4000 setzen und bei Schlusskursen unter 3920 auf 3930 nachziehen.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz