Wie befürchtet war der Nikkei noch nicht reif für einen Ausbruch über die 11000er-Marke, der Kursgewinn am Montag entpuppte sich als nahezu klassischer Fehlausbruch und mündete entsprechend in deutliche Verluste. Im Wochenvergleich büsste der Index 702 Punkte bzw. 6,4 Prozent ein.
Am Freitag setzte die Notierung fast punktgenau auf der Unterstützungslinie auf, die sich an die Tiefpunkte von Ende August und Ende September anlegen lässt. Zugleich rauschte der Stochastik in den überverkauften Bereich, auch das untere Bollinger Band ist jetzt zum Greifen nahe.
Insofern bestehen jetzt gute Chancen auf eine technische Gegenreaktion,
wobei jedoch der Bruch des seit April bestandenen Aufwärtstrends
deutlich negativ zu werten ist. Solange der Nikkei nicht in diesen Trend
zurückkehren kann, bleiben die Aussichten weniger erfreulich. Für
die kommende Woche darf aber mit einer Pullback-Reaktion nach oben gerechnet
werden, die Gefahr deutlicher Kursverluste droht erst bei einem Absacken
unter 10180 Punkte.

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz