Nasdaq Composite-Analyse vom 25.10.2003
sowie im Anschluß Update vom 29.10.

Zur Mitte der Vorwoche brach der compx aus dem genannten Bereich 1910/1967
Punkte nach unten aus. In der Folge sackte die Notierung weiter ab,
auch die seit März gültige Aufwärtstrendlinie (im September
bereits angeknackst) vermochte den Kursverfall nicht zu bremsen. Damit
summierte sich das Minus im Vergleich zum Vorwochenschlusskurs auf 48
Punkte bzw. 2,5 Prozent.
Wie bereits in der Vorwoche erwähnt, ist der Widerstand bei 1930/40
Zählern jetzt als gefestigt zu betrachten. Nachdem sich das Abprallen
nach unten bereits in der vergangenen Woche andeutete, gab der Index
zuletzt weiter nach und entfernte sich damit auch zugleich vom oberen
Bollinger Band auf Wochenbasis.

Beängstigender präsentiert sich das untere Schaubild auf Tagesbasis.
Dort ist gut zu erkennen, dass der compx zum Ende der Woche die seit März
gültige Aufwärtstrendlinie nach unten durchbrach. Zwar fehlt
diesem Ausbruch noch die Nachhaltigkeit und der Index erholte sich am
Freitag gut von seinen Tagesverlusten und schloss nahe dem Tageshoch,
trotzdem ist der Trendbruch ein deutliches Warnzeichen. Nur wenn sich
der Nasdaq zügig wieder über diese Linie retten kann, die zu
Wochenbeginn bei rund 1890 Punkten verläuft, kann der Aufwärtstrend
als behauptet angesehen werden. Zudem erzeugte der MACD im Verlauf der
Woche ein Verkaufsignal.
Daher ist nun Vorsicht angesagt. Bei weiter bröckelnden Kursen liegt
das nächste Kursziel beim Septembertief bei 1783 Zählern, die
mittelfristigen Perspektiven verdunkeln sich dann merklich. Soll sich
der Durchbruch der Trendlinie dagegen nur als kurzer Ausrutscher entpuppen,
muss die Notierung möglichst umgehend wieder über die ansteigende
Linie klettern. Dann könnte ein weiterer Test des Jahreshochs bei
1967 Punkten folgen. Vorerst ist der Nasdaq aber als deutlich angeschlagen
zu bezeichnen.

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Update vom 29.10. (Kurzfristchart aktualisiert):
Die Warnung vor einem angeschlagenen Nasdaq erwies sich als unbegründet, gleich am Montag legte die Notierung zu. Am Dienstag gelang dann auch sehr schwungvoll die Rückkehr in den Aufwärtstrend, wobei dem Index zur Wochenmitte in dem bekannten Widerstandsbereich 1930/40 die Puste ausging.
Auch wenn die Zurückeroberung des Aufwärtstrends positiv zu werten ist, so hat der compx doch noch kein nennenswertes Terrain gewinnen können. Die Notierung verfing sich erneut in dem längerfristig zurückreichenden Widerstandsbereich und blieb auch deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch zurück. Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Index doch noch den Ausbruch nach oben schafft oder aber erneut unter die aufwärtsgerichtete Trendlinie zurückfällt.
Strategie: Klares Signal abwarten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz