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Weg
frei bis 2400 Zähler
EuroStoxx-Analyse vom 01.07.2012

Der EuroStoxx 50 Kursindex begann die vergangene
Woche wie erwartet mit Kursverlusten, stabilisierte sich bis Donnerstag aber
schon einigermaßen. Am Freitag schoss er dann mit einem Gap-Up und einem
Kursplus von knapp 5 Prozent deutlich über die Widerstandslinie bei 2200
Zählern und gab damit ein klares Kaufsignal.
Das Kursfeuerwerk begründete zum einen das deutsche Parlament, dass Deutschland
im Rahmen des Fiskalpaktes nun auch künftige Budgetfragen dem Diktat
der EU unterwarf. Parallel dazu demonstrierten die EU-Partner auf ihrem Gipfel,
wie sie sich das neue sparsame Miteinander vorstellen: Gegen den deutschen
Widerstand setzten Italien und Spanien neue Nothilfen für Euro-Wackelkandidaten
durch, Krisenländer können künftig leichter auf den Euro-Rettungsfonds
zugreifen, und müssen dabei weniger Auflagen erfüllen.

Der
Rettungsfonds ESM wird zudem künftig direkt notleidende Banken Geld überweisen,
so dass der Staatshaushalt des betreffenden Landes von solcherlei Ungemach
entlastet bleibt. Die von diesem Damoklesschwert befreiten Staaten drucken
sich aber dennoch neues Geld, dieses finanziert ein erneutes Wachstumspaket
von 120 Milliarden Euro, um die lahmende Wirtschaft anzukurbeln. Die Hälfte
davon kommt aus dem EU-Haushalt.
Kein Wunder also, dass die Investoren im Vorgriff auf diesen Geldregen schon
einmal beherzt bei den Aktien zugriffen. Die von uns erwartete Konsolidierung
fiel aus, mit dem Anstieg über 2200 Zähler ist der Weg aus technischer
Sicht nach oben frei - zumindest einmal bis 2400 Punkte.
Autor: Lutz Mathes