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Die Anziehungskraft der 10000 wirkt noch
Nasdaq-Analyse vom 28.06.2020

Der Nasdaq 100
pendelte in der vergangenen Woche um die Marke von 10000 Punkten, Ausschläge
waren in beiden Richtungen zu registrieren. Am Dienstag verhalfen die Bullen
dem Index zu einem neuen Allzeithoch, die Verteidigung dieses Niveaus gelang
jedoch nicht. Zum Ende der Woche rutschte die Notierung dann ein Stück
unter 10000. Im Wochenvergleich ein Rückgang um 159 Punkte, dies entspricht
1,6 Prozent.
Wie in der Vorwoche an dieser Stelle erwähnt, ist mit dem weiteren Oszillieren
um die 10000 noch keine Entscheidung gefallen. Der Kampf um die 10000 dauert
also an. Sollte den Bullen der nachhaltige und signifikante Durchbruch nach
oben gelingen, wäre dies ein neues mittelfristiges Kaufsignal. Fällt
der Nasdaq 100 jedoch klar und deutlich unter 10000, sollten sich Anleger
auf eine Korrektur mit (erstem) Kursziel bei 9000 einstellen.
Im unteren Chart hat die Notierung das mittlere
Bollinger Band auf Tagesbasis knapp nach unten durchbrochen. Erweist sich
dieser Durchbruch als nachhaltig, ist mit einem Rückgang bis zum unteren
Band zu rechnen. Dieses verläuft derzeit bei 9507 Zählern. Gelingt
es dem Index jedoch, zu Wochenbeginn nach oben zu federn, deutet sich eine
Fortsetzung des Pendelns um die 10000 an.
Somit ist der Blick einmal mehr auf den Wochenauftakt gerichtet. Derzeit genießen
die Bären einen kleinen Vorteil, denn bereits recht verhaltene Kursverluste
genügen für ein kurzfristiges Verkaufsignal. Punkten zu Wochenbeginn
hingegen die Bullen, stehen die Zeichen zunächst auf weitere Seitwärtsbewegung.
Erst mit kräftigen Kursgewinnen entstünde dann auch ein neues Kaufsignal.

Autor: Oliver Schultze