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Noch
keine Trendwende absehbar
Wöchentliche Öl-Analyse
vom 11.01.2016
Mit dem wieder beschleunigten Kursverfall im Januar löste der Ölpreis
aus technischer Sicht ein, was sich mit dem Bruch unter 42 Dollar pro Barrel
schon im Dezember abgezeichnet hatte.
Die Notierung ist auf der Suche nach einem Boden. Dieser wird nach der langen
Talfahrt breit angelegt sein müssen, und heftige Schwankungen sollten
erkennen lassen, dass von zwei Seiten an den Kursen gezogen wird. Im Moment
hingegen zieht ganz offensichtlich nur die Schwerkraft daran. Die Charts lassen
weder eine Trendwende noch eine kurzfristige Aufwärtsreaktion vermuten.
Letztere wird aber wahrscheinlicher, je länger die Kurse abwärts
rauschen.
Wo sich der Boden ausbilden wird, ist noch offen. Der nächste Kristallisationspunkt
findet sich nach den Kriterien der klassischen Charttheorie erst wieder im
Bereich von 25 Dollar. Bis dahin wäre also noch viel Platz. Die Außenwirkung
auf die Aktienmärkte und die konjunkturellen Aussichten ist natürlich
entsprechend kritisch, wenn das Rohöl als weltweit wichtigster Schmier-
Heiz- und Betriebsstoff so ungebremst ins Bodenlose fällt.
Autor: Lutz Mathes