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Chartbüro Dr. H.-D. Schulz Chartanalysen
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Abwärtspotenzial
weitgehend ausgereizt
DAX-Analyse vom 10.01.2016
Ende Dezember kam es beim DAX zu
der von uns erwarteten Seitwärts-/Aufwärtsbewegung. Damit beendete
der Index das Jahr 2015 mit einem Plus von 937 Punkten, dies entspricht 9,6
Prozent. Insbesondere in Zeiten verschwindend geringer Zinsen ein doch recht
ansehnliches Plus. Seit Jahresbeginn allerdings verlor der deutsche Aktienindex
satte 894 Punkte (8,3 Prozent).
Mit dem jüngsten Rückgang ist die Notierung im Chart auf Wochenbasis
in die recht breite Unterstützungszone im Bereich um 10000 Punkte eingetaucht.
Auf diesem Niveau könnte nun eine Aufwärtsbewegung einsetzen. Fällt
der DAX jedoch auch unter die untere Begrenzungslinie der Zone, die bei knapp
9800 liegt, droht wie im Sommer ein Rückgang unter 9400. Bei 9465 verläuft
aktuell auch das untere Bollinger Band auf Wochenbasis als weitere Unterstützung.
Ein neues mittelfristiges Kaufsignal ist vorerst weiter nicht greifbar.
Der untere Chart weist schon jetzt auf eine
kurzfristig überverkaufte Situation hin: Das untere Bollinger Band bei
derzeit 9937 ist nach unten durchbrochen, der Stochastik in seiner unteren
Extremzone angelangt. Dies bedeutet jetzt jedoch keinesfalls zwingend eine
bevorstehende Aufwärtsbewegung, sondern auch ein weiterer (eventuell
sogar panikartiger) Abwärtsschub ist denkbar. Dann, also spätestens
bei rund 9400, rechnen wir jedoch wieder mit einem Anstieg.
Nun dürfte es interessant werden, wie der DAX in die kommende Woche startet.
Legen die deutschen Standardwerte zu, könnte die Korrektur bereits beendet
sein und ein neuer Aufwärtsschub bis mindestens 10600 folgen. Rutscht
der Index in der kommenden Woche jedoch weiter ab und fällt unter 9800,
sollten Anleger sich auf eine zumindest kurzfristige Fortsetzung der Korrektur
einstellen.

Autor: Oliver Schultze