Nasdaq Composite-Analyse vom 12.12.2004
sowie im Anschluss Update vom 15.12.

In der Vorwoche scheiterte der compx im Bereich des Hochpunkts vom
Januar bei 2154 Punkten, und fiel dann entsprechend bis zur nächsten
Unterstützung bei rund 2100 Zählern. Zum Ende der Woche legte
die Notierung dann wieder zu und pendelte sich fast genau in der Mitte
der aus diesen beiden Marken resultierenden Tradingrange ein. Im Wochenvergleich
ein Rückgang um 20 Punkte bzw. 0,9 Prozent.
Die charttechnischen Aussichten, die sich aus dem mittelfristigen Schaubild
ergeben, liegen damit auf der Hand: Erst nach einem Ausbruch über
2154 Zähler besteht wieder deutliches Aufwärtspotenzial. Bis
dahin stehen die Zeichen eher auf Korrektur, wobei erst ein Ausbruch
aus dem seit August bestehenden Aufwärtstrend bei derzeit rund
2030 Zählern die Lage merklich eintrüben würde.

Das untere Schaubild unterstützt diese Sichtweise. Dort bilden zudem
nun die obere Begrenzung des seit August bestehenden Trendkanals und der
Widerstand bei 2154 Punkten einen Kreuzwiderstand. Auch das obere Bollinger
Band auf Tagesbasis verläuft in etwa auf diesem Niveau. Setzt sich
der Konsolidierungskurs fort, liegen die nächsten Unterstützungen
bei 2100, 2055 und 2030 Zählern.
Es bleibt abzuwarten, ob der compx derzeit nur Kraft für einen erfolgreichen
Ausbruch nach oben sammelt, oder aber die Gewinnmitnahmen im Bereich der
Jahreshöchststände anhalten. Ein klarer Trend zeichnet sich
noch nicht ab.
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Update vom 15.12. (Kurzfristchart aktualisiert):
Obwohl der compx den Widerstand bei 2154 knackte und ein neues Jahreshoch markierte, kann der Durchbruch nach oben noch nicht als signifikant bezeichnet werden. Bisher notiert der Index nur knapp über der Widerstandsmarke, die Anschlusskäufe am Mittwoch waren nur schwach.
So zögert auch der MACD noch mit einem Kaufsignal, während der Stochastik schon wieder die überkaufte Zone erreicht hat. Auch wenn sich mit dem jüngsten Anstieg das Chartbild aufgehellt hat, ist ein Rücksetzer unter 2150 im weiteren Wochenverlauf keinesfalls vom Tisch.
Strategie: Nur sehr Mutige werten die Kursgewinne der ersten Wochenhälfte als "klaren Ausbruch". Besser Pulver trocken halten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz