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Wahrscheinlichkeit für Fehlsignal gesunken
Nasdaq-Analyse vom 08
.07.2018

langfristiger Nasdaq Chart


In der Vorwoche kam es beim Nasdaq 100 zunächst zu einer Seitwärtsbewegung knapp oberhalb der Marke von 7000 Punkten, bevor dem Index dann am Freitag ein etwas größerer Satz nach oben gelang. Unter dem Strich bedeutet dies ein Wochenplus von 167 Punkten, dies entspricht 2,4 Prozent.

Diese doch recht kräftige Aufwärtsbewegung lässt das vorherige Fehlsignal als fraglich erscheinen. Denn solche recht schwungvollen Gegenbewegungen sind nach einem Fehlsignal eher ungewöhnlich. Eine Seitwärtsbewegung im Bereich der runden 7000 ist aber nach wie vor möglich. Allerdings sind nun auch wieder die Chancen auf ein baldiges Kaufsignal gestiegen. Dazu müsste der Nasdaq 100 aber sein im Juni bei 7310 markiertes Allzeithoch nachhaltig nach oben durchbrechen.

mittelfristiger Nasdaq Chart

Im unteren Chart auf Tagesbasis fällt auf, dass die Abwärtsbewegung Ende Juni schon vor Erreichen der unteren Trendkanalbegrenzung endete. Auch dies ist eher ein Zeichen der Bärenschwäche. Jedoch gilt das Sprichwort „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ auch in diesem Fall: Die einzelne Freitagskerze sollte zunächst nicht überbewertet werden, auch wenn damit der schwungvolle Durchbruch des mittleren Bollinger Bandes gelang. Denn nur wenn die Bullen in der kommenden Woche direkt nachlegen können, steigen die Chancen auf ein baldiges Kaufsignal.

Somit ist in der Vorwoche die Wahrscheinlichkeit für einen Fehlausbruch im Juni etwas gesunken, ansonsten ist die Lage aber weiterhin offen. Ein Kaufsignal entsteht erst oberhalb von 7310. Eine weitere Seitwärtsbewegung ist denkbar, bearish wäre hingegen der Ausbruch nach unten aus dem kurzfristigen Aufwärtstrendkanal.



kurzfristiger Nasdaq Chart

Autor: Oliver Schultze