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Der
Zufall bleibt dominierend
DAX-Analyse vom 20.11.2011

Zu Beginn der Vorwoche versuchte sich der DAX an einem Durchbruch des Widerstands
bei 6060 Zählern, scheiterte jedoch im Tagesverlauf. Entsprechend folgten
im Wochenverlauf weitere Kursverluste bei den deutschen Blue Chips. Im Vergleich
der Freitagsschlusskurse verlor der Index 257 Punkte bzw. 4,2 Prozent.
Somit setzt sich die mittelfristige Seitwärtsbewegung, die seit August
andauert, unbeirrt fort. Weiterhin pendelt die Notierung zwischen 5000 und
gut 6400 Zählern umher. Erst mit einem Ausbruch aus dieser Spanne könnte
sich wieder ein neuer Trend etablieren. Nach dem erneuten Scheitern am mittleren
Bollinger Band auf Wochenbasis müssen die Bullen nun aufpassen, dass
nicht wieder die Bären das Ruder übernehmen und den DAX Richtung
5000 Punkte drücken.
Allerdings erfolgten die jüngsten Kursrückgänge unter eher
geringen Umsätzen, großer Verkaufsdruck war also nicht zu verspüren.
Zudem befindet sich bei rund 5700 noch eine schwache Unterstützung, die
seit knapp sechs Wochen nicht mehr unterschritten wurde. Jedoch fällt
auf, dass die Bullen regelmäßig dann, wenn sie die Chance auf ein
neues Kaufsignal hatten, zur Schwäche neigten - nicht gerade ein Zeichen
der Stärke.
Nachdem der DAX in der Vorwoche die Gelegenheit für ein kleines Kaufsignal
verstreichen ließ, bleibt der Trend weiter seitwärts gerichtet.
Innerhalb der seit August gültigen Handelsspanne 5000/6430 bildete sich
seit der ersten Oktoberhälfte noch eine Tradingrange zwischen 5720 und
6430 Punkten. Anleger können jetzt nur den politisch motivierten random
walk beobachten und auf einen Ausbruch warten.

Autor: Oliver Schultze