Im unteren Chart sehr gut zu erkennen, wie der DAX dynamisch
nach unten aus dem Dreieck ausbrach, im Bereich der 3700 kurz verschnaufte,
und dann weiter abwärts taumelte. Unterstützungen lassen sich
auch in diesem Zeitfenster vorerst nicht ausmachen. Einzig die kurzfristig
überverkaufte Lage - die Notierung hangelt sich seit etlichen Tagen
am unteren Bollinger Band in die Tiefe, der Stochastik drehte sogar schon
im überverkauften Bereich nach oben - wecken Hoffnung auf eine technische
Gegenreaktion.
Ob aber eine solche Erholung schon auf dem aktuellen Niveau einsetzt,
steht in Frage. Zudem dürften die Bullen dann kaum Potenzial für
einen DAX über 3750 Punkten besitzen. Nur wenn der Index sehr schwungvoll
anzieht, könnte eine kurze Rallye die Notierung bis auf 3900 Zähler
tragen. Vorerst ist aber auch der kurzfristige Trend noch klar nach unten
gerichtet, ein Test der 3539 durchaus denkbar.

Update vom 18.08. (Kurzfristchart aktualisiert):
Am Montag bremste der Kursverfall auf Höhe des Vorwochentiefs, und es setzte die in obiger Analyse in Erwägung gezogene Erholung ein. Jedoch liess der Schwung erwartungsgemäß auch recht schnell nach, eine Rückkehr in das Dreieck blieb dem DAX bisher verwehrt.
Eine untere Trendwende ist nicht zu erkennen. Schon wenige Tage positiver Kursveränderungen genügten, um dem Stochastik mit Riesenschritten Richtung überkaufter Zone zu katapultieren. Damit liegt der Schluss nahe, die jüngste Erholung stellt nur eine technische Gegenreaktion dar.
So lange der DAX nicht in das Dreieck (aktuell bei 3765) zurückkehrt , besteht kein Grund für Optimismus. Erst innerhalb der Formation besteht Potenzial bis auf rund 3900 Zähler. Andernfalls könnte der Index auch schnell wieder den Weg nach unten einschlagen.
Strategie: Nachdem die Puts glattgestellt wurden, bietet sich jetzt in Anbetracht der unsicheren technischen Situatiuon zunächst die Seitenlinie an.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz