Nasdaq Composite-Analyse vom 14.08.2004
sowie im Anschluss Update vom 18.08.

Der compx setzte in der vergangenen Woche seine Abwärtsbewegung
fort, wenngleich der Rückgang mit 20 Zählern bzw. 1,1 Prozent
recht verhalten ausfiel. Trotzdem markierte der Index neue Jahrestiefs
und fiel auch unter den Tiefpunkt vom September letzten Jahres.
Die Erholung vom Dienstag war nur ein sehr kurzes Strohfeuer, die Wochenkerze
zeigt deutlich, dass der compx in der Nähe seines Wochentiefs schloss.
Sowohl die aufwärtsgerichtete Trendlinie, die an den Tiefpunkten
von Oktober 2002 und März 2003 anliegt, als auch der seit Jahresbeginn
bestandene Abwärtstrendkanal, scheinen jetzt signifikant nach unten
durchbrochen.

Auch im unteren, kurzfristigen Schaubild lassen sich noch keine Hinweise
auf steigende Notierungen finden. Der MACD steht weiterhin klar auf Verkaufen,
der Stochastik drehte zuletzt wieder nach unten (nach dem das vorherige,
gegen den bestehenden Abwärtstrend gerichtete schwache Kaufsignal
ein Fehlsignal war).
Nach rund 15 Prozent Kursverlust in eineinhalb Monaten steigt zwar die
Chance auf eine technische Gegenreaktion, so lange die Technologiewerte
aber nicht rasant anziehen, bleibt die Lage recht trostlos. Erst oberhalb
von 1900 Zählern bessert sich die charttechnische Situation. Bis
dahin liegen die nächst tieferen Supports bei rund 1680 und 1600
Punkten.
Update vom 18.08. (Kurzfristchart aktualisiert):
Der Nasdaq nutzte die beschriebene Chance auf eine technische Gegenreaktion, kletterte dabei bisher aber nur bis zum Vormonatstief. Die genannte interessante Marke von 1900 Zählern blieb in der Ferne.
Die jüngste Aufwärtsbewegung erweckt den Eindruck einer kurzfristigen Rallye im übergeordneten Abwärtstrend. Bis der compx den recht massiven Widerstandsbereich bei 1880/1900 knackt, bleibt die Gefahr erneuter Rückschläge bestehen.
Strategie: Nun abwarten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz