EuroStoxx-Analyse vom 09.04.2006

sowie im Anschluss Update vom 12.04.

Chart seit 1992, Dreijahreschart sowie 6-Monats-Chart

rückgerechnete Kurse seit 1992

Bei den europäischen Anlegenr hielten sich in der vergangenen Woche Bullen und Bären über weite Strecken die Waage. So konnte der EuroStoxx Kursindex nicht über die Hochpunkte der Vorwochen vordringen, was wiederum dazu führte, dass die vorsichtigen Marktteilnehmer vor dem Wochenende für bröckende Kurse sorgten. Der Index verlor dadurch gegenüber Vorwochenschluss 30,6 Punkte oder knapp 0,8 Prozent.

3-Jahres-Wochenchart


Während sich mit solch minimalen Schwankungen in den beiden oberen Charts nichts merklich ändert, wird es auf Tagesbasis eng: Der Kurs ist schon leicht unter die aktuelle Unterstützungszone um 3840 Zähler gefallen. Das ist als Warnsignal zu interpretieren, genau wie der dadurch merklich gesunkene MACD. Die Bollinger-Bänder haben sich durch die anhaltende Seitwärtsphase sehr eng zusammengezogen. Meist wird eine solche Konstellation mit einem heftigen Ausbruch beendet - und gegenwärtig deutet die Technik nicht mehr auf einen Ausbruch nach oben.

Die kommende Woche wird eine Entscheidung über die weitere Marschrichtung bringen. Im Falle sinkender Kurse wäre die Kreuzunterstützung aus der Chartmarke um 3840 Punkte und des Aufwärtstrends seit Ende Oktober nach unten durchbrochen, was den Kauf von Puts rechtfertigen würde. Im Falle eines Anstiegs über die alten Hochs um 3875 Zähler hingegen wäre die aktuelle Konsolidierungsformation nach oben aufgelöst. Dann können Anleger auf Calls setzen.

Chart auf Tagesbasis

Update vom 12.04. (Kurzfristchart aktualisiert):

Bis zur Wochenmitte kam es beim EuroStoxx Kursindex tatsächlich zur Entscheidung in die erwartete Richtung: abwärts.
Die nächst tieferen Unterstützungen warten bei 3727 Punkten (März-Tief) und knapp unterhalb von 3700 Punkten (Widerstand/Unterstützung seit Anfang des Jahres).

Wer auf Puts gesetzt hat, kann diese zunächst halten. Die Indikatoren deuten noch nicht auf eine spürbare Erholung.

 

Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz


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