
Bei den europäischen Anlegenr hielten sich in der vergangenen
Woche Bullen und Bären über weite Strecken die Waage. So konnte der
EuroStoxx Kursindex nicht über die Hochpunkte der Vorwochen vordringen,
was wiederum dazu führte, dass die vorsichtigen Marktteilnehmer vor dem
Wochenende für bröckende Kurse sorgten. Der Index verlor dadurch gegenüber
Vorwochenschluss 30,6 Punkte oder knapp 0,8 Prozent.

Während sich mit solch minimalen Schwankungen in den beiden oberen Charts
nichts merklich ändert, wird es auf Tagesbasis eng: Der Kurs ist schon
leicht unter die aktuelle Unterstützungszone um 3840 Zähler gefallen.
Das ist als Warnsignal zu interpretieren, genau wie der dadurch merklich gesunkene
MACD. Die Bollinger-Bänder haben sich durch die anhaltende Seitwärtsphase
sehr eng zusammengezogen. Meist wird eine solche Konstellation mit einem heftigen
Ausbruch beendet - und gegenwärtig deutet die Technik nicht mehr auf einen
Ausbruch nach oben.
Die kommende Woche wird eine Entscheidung über die weitere Marschrichtung
bringen. Im Falle sinkender Kurse wäre die Kreuzunterstützung aus
der Chartmarke um 3840 Punkte und des Aufwärtstrends seit Ende Oktober
nach unten durchbrochen, was den Kauf von Puts rechtfertigen würde. Im
Falle eines Anstiegs über die alten Hochs um 3875 Zähler hingegen
wäre die aktuelle Konsolidierungsformation nach oben aufgelöst. Dann
können Anleger auf Calls setzen.

Update vom 12.04. (Kurzfristchart aktualisiert):
Bis zur Wochenmitte kam es beim EuroStoxx Kursindex tatsächlich zur
Entscheidung in die erwartete Richtung: abwärts.
Die nächst tieferen Unterstützungen warten bei 3727 Punkten (März-Tief)
und knapp unterhalb von 3700 Punkten (Widerstand/Unterstützung seit Anfang
des Jahres).
Wer auf Puts gesetzt hat, kann diese zunächst halten. Die Indikatoren
deuten noch nicht auf eine spürbare Erholung.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz