
Nach einem schwungvollen Start in die vergangene Handelswoche kam der EuroStoxx am Donnerstag zum Stillstand, um zum Ende der Woche leicht abzufallen. Per Saldo bleibt ein ansehnlicher Wochengewinn von 58,1 Punkten oder 2,3 Prozent.
Das mittlere Schaubild spricht für einen weiteren Anstieg bis an die
abwärts gerichtete Trendlinie knapp oberhalb von 2700 Punkten.

Der Chart auf Tagesbasis spricht hingegen für weiteren Konsolidierungsbedarf - zumindest kurzfristig. Der MACD zeigt zwar weiterhin aufwärts, konnte aber noch nicht richtig durchstarten. Der Stochastik hat ein frisches Verkaufssignal generiert, so dass für vorsichtige Investoren die Zeit für Gewinnmitnahmen bei den deutlich im Plus liegenden Call-Positionen angezeigt erscheint.
Absturzgefahren zeichnen sich technisch allerdings nicht ab. Die nächste
Unterstützung verläuft bei 2570 Punkten in Form der Mittellinie der
Bollinger Bänder. Das vorläufige Kursziel von 2700 Punkten bleibt
bestehen.

Update vom 10.09. (Kurzfristchart aktualisiert):
Die Verkaufsempfehlung für Calls erwies sich als Treffer. Der Index sackte am Mittwoch deutlich unter seinen kurzfristigen Aufwärtstrend und schloss auch unter der Mittellinie der Bollinger Bänder. Damit ist ein weiteres Absinken auf das untere Bollinger Band zu erwarten, welches in gleicher Höhe wie die aktuell gültige Unterstützung bei ~2520 Punkten verläuft.
Anschließend muss sich zeigen, ob die europäischen
Blue Chips dort einen Boden finden. Falls nicht, können spekulativ eingestellte
Investoren den Kauf von Puts in Erwägung ziehen.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz