
In der vergangenen Handelswoche konnte der Dow um 87,5 Punkte oder knapp 1 Prozent zulegen. Ohne die Gewinnmitnahmen am Freitag hätte das Plus fast doppelt so hoch gelegen. Im Intra-day-Handel am Donnerstag arbeiteten sich die US-Blue Chips bis 9609 Punkte hinauf. Bricht der Index diese Marke, so wäre das als Bestätigung des neuen Aufwärtstrends anzusehen.
Noch ist es allerdings nicht so weit. Der Kursrückschlag vor dem Wochenende
ließ den Dow wieder auf die (schwache) Unterstützung zurückfallen,
die sich aus dem Zwischenhoch Mitte August ergibt.
Also kommt es zu Wochenbeginn nun darauf an, dass der Index nicht unter die
schmale Zone oberhalb von 9436 Punkten fällt. Sonst wäre weiterer
Konsolidierungsbedarf zu befürchten. Die nächst tiefere Unterstützung
wartet im Bereich von 9300 Punkten.

Die Indikatoren zeigen ein gemischtes Bild: Der MACD im unteren
Bild (der für einen Trendmarkt die entscheidendere Bedeutung hat), zeigt
weiterhin aufwärts. Dabei hat sich der Indikator noch nicht sonderlich
weit von seiner (gestrichelten) Signallinie gelöst.
Der Stochastik hingegen hat dank der Kursentwicklung am Freitag im überkauften
Bereich nach unten gedreht und markiert damit ein kurzfristiges Verkaufsignal.
Für Anleger sollte der Stochastik in der gegenwärtigen
Situation jedoch nicht ausschlaggebend sein. Als gute Absicherung gegen eine
fortgesetzte Kosolidierung empfiehlt sich für Besitzer von Calls, diese
bei 9436 Punkten nach unten abzusichern.

Update vom 10.09. (Kurzfristchart aktualisiert):
Nach einem erfolgversprechenden Auftakt zu Wochenbeginn fehlten die Anschlussorders, die den Dow über das genannte Hoch bei 9609 Punkten zu heben vermocht hätten. Daraufhin nahmen die Anleger Gewinne mit, und der Index fiel bis Mittwoch durch die Unterstützungszone zwischen 9436 und 9500 Zählern.
Technisch ist das als Verkaufsignal für bestehende
Calls zu werten. Anleger sollten eine (wahrscheinliche) Aufwärtsreaktion
im Verlauf des Donnerstags für einen Ausstieg nutzen.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz