
In der vergangenen Woche konnte der Dow zunächst zulegen, fiel dann aber in der zweiten Handelswoche deutlich ab. Gegenüber Vorwochenschluss ergab sich ein Minus von 89 Punkten oder 0,9 Prozent.
Damit drehte der MACD (auf Wochenbasis im mittleren Schaubild) kurz vor dem
Überwinden seiner Signallinie wieder nach unten ab, so dass sich auf mittelfristiger
Basis kein Kaufsignal ergab.

Die relativ hohen Kursverluste in den letzten beiden Handelstagen führten den Index unter den Support bei 10.320 Zählern, was negativ zu werten ist. Immerhin fielen die US-Blue-Chips aber noch nicht in den Abwärtstrend zurück, der sich seit Mitte Februar einzeichnen lässt.
Die Indikatoren deuten kurzfristig weiter abwärts: Der Stochastik hat
seinen überverkauften Bereich noch nicht erreicht, und insbesondere das
inzwischen klare Verkaufsignal im MACD (auf Tagesbasis) mahnt weiter zur Vorsicht.
Sollte nicht am Montag der Handel mit neuem Schwung über 10.320 führen
und damit das aktuell vorliegende Verkaufsignal ausbügeln, liegen die nächsten
Kursziele im Bereich des unteren Bollinger Bandes und bei der Marke um 10.200
Punkten, der Supportzone, die sich in den Tagen zwischen Mai und Juni herausbildete.

Update vom 07.07. (Kurzfristchart aktualisiert):
Gleich zu Wochenbeginn am Dienstag sackten
die US-Blue-Chips weiter ab. Damit summierte sich der Verlust in drei Handelstagen
auf über 216 Punkte oder 2 Prozent. Die leichte Kurserholung am Mittwoch
ist als technische Aufwärtsreaktion zu werten.
Die genannte Unterstützung bei 10.200 wurde durch diese Entwicklung erfolgreich
getestet. Nun muss sich zeigen, ob sich der Index über dieser Marke halten
kann. Die Indikatoren geben noch keine Entwarnung: zwar hat der Stochastik seine
überverkaufte Zone erreicht, doch für ein kurzfristiges Kaufsignal
fehlt es an einem Aufwärtsschwenk, der ihn über seine Signallinie
führt. Der MACD deutet weiterhin abwärts.
Strategie: Bestehende Puts bleiben mit Stopp-Loss im
Bereich der Abwärtstrendlinie bei aktuell 10.270 Punkten haltenswert. Sollte
der Index unter 10.200 Punkte fallen, können Anleger auf einen Test der
nächst tieferen Unterstützung um 10.100 Zähler setzen.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz