Im Chart auf Tagesbasis pendelte die Notierung in der Vorwoche
zwischen oberem und mittlerem Bollinger Band, letzteres wurde Ende der
Woche knapp verteidigt. Mit einem Unterschreiten der Mittellinie und dann
auch einem Absacken unter den Support bei rund 3980 Punkten dürfte
der Index die Unterstützung bei 3920 in Angriff nehmen, die er zuletzt
in der zweiten Maihälfte testete.
Auch die Indikatoren sprechen vorerst für fallende Notierungen: Der
MACD steht unmittelbar vor einem Verkaufsignal, der Stochastik drehte
mit gutem Timing zu Beginn der Vorwoche nach unten, ist aber noch deutlich
von der überverkauften Zone entfernt.
Ein Ende der Seitwärtsbewegung deutet sich noch immer nicht an. Nachdem
die deutschen Standardwerte von Mitte Mai bis Ende Juni zulegten, könnte
nun eine Phase nachgebender Notierungen ins Haus stehen. Der Support bei
3920 wird momentan zusätzlich vom unteren Bollinger Band (Tagesbasis)
gefestigt, knapp darunter bei aktuell 3869 Zählern verläuft
der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Börsentage. Ein mittelfristiges
Verkaufsignal entsteht erst mit einem Durchbruch unter die Tiefpunkte
von März und Mai bei rund 3700 Zählern.

Update vom 07.07. (Kurzfristchart aktualisiert):
Wie erwartet gab der DAX im bisherigen Wochenverlauf nach, ohne einen klaren Ausbruch nach unten aufs Parkett zu legen. Bisher verhinderte der Support bei 3920/30 einen größeren Kursrutsch.
Die nächst tieferen Unterstützungen liegen bei 3904 (unteres Bollinger Band auf Tagesbasis) und 3875 (200-Tage-Linie). Der Stochastik ist bereits tief in den überverkauften Bereich eingetaucht, drehte allerdings noch nicht nach oben.
Restpotenzial für die seit Tagen andauernde Abwärtsbewegung ist noch vorhanden, ein klares Verkaufsignal liegt jedoch nicht vor. Wir raten Anlegern weiterhin, ein Ende der übergeordneten Seitwärtsbewegung abzuwarten.
Strategie: Wer zu den kurz entschlossenen Tradern zählte und Puts erwarb, sollte den Stopp nun bei 3950 (close) setzen. Fällt der DAX unter 3920 (close), Stopp auf diese Marke nachziehen.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz