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Kalte
Dusche und warmer Regen
EuroStoxx-Analyse vom 29.07.2012

Die vergangene Woche begann für die europäischen
Aktien mit einem Gap-Down am Montag, in dessen Verkauf dann gleich noch die
kurzfristige Aufwärtstrendlinie und der knapp darunter befindliche Support
bei 2000 Punkten gerissen wurde. Nach dieser düsteren Weichenstellung
fiel der Index aber wider erwarten nicht nennenswert weiter ab. Sondern gute
Vorgaben aus den USA sorgten ab Donnerstag für spürbaren Vortrieb.
Am Ende ging der EuroStoxx Kursindex mit einem Wochenplus von 63,9 Punkten
oder 2,9 Prozent aus dem Handel.
Unserer Meinung nach ist der Ausflug unter die grün eingezeichnete Trendlinie
zu lang, um als belangloser Ausrutscher gewertet werden zu können. Entsprechend
zurückhaltend bewerten wir die aktuelle Situation. Nach oben begrenzen
die beiden letzten Hochpunkte bei 2300 und 2320 Punkten die zuletzt wieder
entfachte bullishe Fantasie. Sollte an den Leitbörsen in den USA aber
weiter zugekauft werden, dann verlieren auch hier in Europa die genannten
Widerstände an Macht. Ein Vorstoß in Richtung 2400 Punkten erscheint
in diesem bullishen Fall dann wieder möglich.

Wer
in der vergangenen Woche short gegangen ist (und dann bei dem überraschenden
Anstieg ab Donnerstag auf dem falschen Fuß erwischt wurde), kann zunächst
auf einen Rücksetzer in Richtung der unten eingezeichneten Trendlinie
bei aktuell 2240 Punkten setzen, um dort dann die Position mit etwas geringeren
Verlusten glatt zu stellen. Insgesamt deutet das Chartbild mit dem Widerstand
nach oben und dem kurzzeitig durchbrochenen Trend unten noch nicht eindeutig
auf eine klare Richtung. Die Anleger werden also wieder einmal nur gebannt
auf die Vorgaben aus den USA warten, um dann hier gleichgeschaltet zu operieren.
Mangels klarer Chartsignale empfehlen wir beim EuroStoxx sicherheitshalber
zunächst abzuwarten (und lieber Dow oder den Dax zu handeln).
Autor: Lutz Mathes