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Der Support bei 98 Dollar in starker Bedrängnis
Öl-Analyse vom 11.06.2012
Der Ölpreis konnte sich in der vergangenen Woche zunächst wie erwartet
erholen. Doch in der zweiten Hälfte setzte dann prompt schon wieder Schwäche
ein. Letztlich beendete die Notierung die Woche am Freitag da, wo sie bereits
in der vergangenen Woche geschlossen hatte: im Bereich von 98 Dollar pro Barrel
(70 US-Cent leichter als vor einer Woche).
Im oberen Schaubild nähert sich der Kurs seiner langfristigen Aufwärtstrendlinie,
was dafür spricht, dass sich der Ölpreis nun zunächst fangen
wird. Im unteren Chart hingegen ist die grau eingezeichnete Unterstützungszone
zwischen 98,60 und 100,30 Dollar bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer
Zeit angeknackst. Noch finden sich auf diesem Niveau offenbar Käufer,
vermutlich hält die Notierung aber nur deshalb inne, weil sich noch keine
Mehrheit findet, die auf diesem Niveau weitere Wetten nach unten abschließt.
Das würde sich vermutlich aber schnell ändern, sollte der Kurs noch
etwas weiter abwärts bröckeln.
Genau hier kommt der MACD ins Spiel, der zum Einen weit in seinen überverkauften
Bereich vorgedrungen ist, zum Anderen gerade eine untere Wende andeuten könnte.
Mit ein- bis zwei Tagen ansteigender Kurse würde sich hier ein Kaufsignal
ergeben. Mit einem weiteren schwachen Tag hingegen wäre die genannte
Unterstützung endgültig durchbrochen, was weiteres Abwärtspotenzial
freisetzen würde. Nach der strammen Talfahrt der letzten Wochen erscheint
unserer Einschätzung nach eine Konsolidierung mit wieder leicht steigenden
Kursen aktuell etwas wahrscheinlicher. Sollte der Ölpreis bis zur Wochenmitte
behauptet schließen, könnten Kurzfrist-Trader in Konsequenz vorsichtig
auf noch etwas weiter steigende Kurse setzen. Für alle anderen bietet
sich derzeit kein Investment an.
Autor: Lutz Mathes