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Chartbüro Dr. H.-D. Schulz Chartanalysen
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Ausbruch zunächst gescheitert
Öl-Analyse vom 05.03.2012
Der Ölpreis ging nach kräftigen Schwankungen letztlich nur mit einem
leichten Plus aus dem Handel. Von Montag bis Montag (Fixing) gemessen legte
die Notierung für das Nordseeöl 1,37 Dollar pro Barrel zu, das entspricht
1,1 Prozent.
Der Kurzfrist-Chart zeigt aber, dass zwischendurch deutlich mehr Dynamik im
Spiel war, als es das Endergebnis vermuten lässt. Zunächst war die
Notierung bis auf die nächst tiefere Unterstützung bei rund 120
Dollar zurückgefallen, anschließend schoss sie Intra-Day dann sogar
bis über die Widerstandszone aus dem April 2011 hinaus. Damit ergab sich
im Zeitraffer das von uns in der letzten Woche erwartete Szenario. Allerdings
hätten wir nur mit dem ersten Teil der gesehenen Entwicklung gerechnet
und uns den Rebound entsprechend später vorgestellt. Nun hat das Öl
die erwartete Konsolidierung also etwas schneller vollzogen und die Scharte
noch gleich in derselben Woche wieder ausgewetzt. Nach einer oberen Trendwende
sieht es dank dem kurzfristigen Überschießen der Notierung über
die eingezeichneten Marke um 126 Punkte derzeit nicht aus. Aber der stützende
kurzfristige Aufwärtstrend ist natürlich nun eine ganzes Stück
weit entfernt, und der MACD droht auch aktuell unter seine Signallinie zu
fallen. Damit ergibt sich am ehesten weiteres Seitwärtspotenzial.
Neue Impulse aus technischer Sicht lassen sich erst wieder ableiten, wenn
der Ölpreis den Bereich zwischen 102 und 126 Punkten verlässt, wobei
wir derzeit davon ausgehen, dass dieser Durchbruch nach oben erfolgt. Wer
einer kleinen Long-Spekulation nicht abgeneigt ist, der kann sich mit zwei
Kauflimits auf die Lauer legen: Einmal im Bereich des Aufwärtstrends
oberhalb von 120 Dollar, und einmal per Stopp-Buy-Limit im Bereich der 2011er
Hochs oberhalb von 126 Dollar pro Barrel.
Autor: Lutz Mathes