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Ausbruch
noch nicht greifbar
DAX-Analyse vom 15.01.2012

In der Vorwoche konsolidierte der DAX auf dem zum Jahresanfang erreichten
Niveau. Zu Beginn und Ende der Woche gaben die deutschen Blue Chips nach,
dazwischen legten sie etwas zu und verhalfen dem Index so zu einem Wochenplus
von 85 Punkten bzw. 1,4 Prozent.
Damit prallte die Notierung einmal mehr im Bereich der horizontalen Widerstandslinie
ab, die im oberen Schaubild eingezeichnet ist. Im Zuge der aktuellen, seit
August andauernden Seitwärtsbewegung ist dieser Widerstand jedoch nicht
weiter von Bedeutung, sondern wesentlich relevanter ist die Widerstandszone
bei knapp 6500 Zählern, die im mittleren Chart ersichtlich ist. Ein klarer
Durchbruch dieser Hürde wäre ein mittelfristiges Kaufsignal für
den deutschen Aktienindex.
Danach sieht es momentan jedoch nicht aus. Nach dem erfreulichen Jahresstart
ging der Schwung schnell verloren, die Notierung konnte dem oberen Bollinger
Band auf Tagesbasis nicht mehr folgen. Der Stochastik kreuzte gerade erneut
seine Signallinie, nachdem sich bei diesem Oszillator zuvor erste bearishe
Divergenzen zeigten. Sollte der DAX in der kommenden Woche unter den schwachen
Support bei gut 6060 fallen, der erst am Freitag getestet und bestätigt
wurde, könnte dies in einen Rückgang bis zum unteren Bollinger Band
münden. Aktuell verläuft dieses bei 5689 Punkten.
Ein klarer Trend bei den deutschen Standardwerten lässt auch in 2012
weiter auf sich warten. Anleger können sich nach wie vor nur zurücklehnen
und abwarten, bis der DAX aus der Trading Range zwischen 5000 und 6500 Zählern
ausgebrochen ist. Innerhalb dieser Handelsspanne ergeben sich eher zufällige
Bewegungen, die schwierig zu handeln sind.

Autor: Oliver Schultze