Im unteren Schaubild wird deutlich, dass der jüngste
Kursrückgang bereits vor dem unteren Bollinger Band Halt machte,
was positiv zu werten ist. Allerdings scheiterte die anschließende
Erholung bereits knapp unterhalb des mittleren Bandes, dem eGD20 auf Tagesbasis.
Während sich das Verkaufsignal des MACD deutlich abschwächte
und der Indikator bei weiter kletternden Notierungen auf Kaufen drehen
dürfte, ist der Stochastik Oszillator schon fast in seiner überkauften
Zone angelangt. Letzteres spricht eher für eine baldige Fortsetzung
der Ende April begonnenen Abwärtsbewegung.
Insgesamt ist die Lage derzeit nicht kritisch, solange die Kreuzunterstützung
bei rund 3700 Zählern verteidigt werden kann. Ein erstes Warnsignal
wäre schon ein Absacken unter den zur Zeit bei 3800 verlaufenden
GD200 per Schlusskurs. Eventuelles restliches Erholungspotenzial scheint
aber auf das Vorwochenhoch bei 3883 begrenzt, wo derzeit auch das mittlere
Bollinger Band (Tagesbasis) verläuft. Dementsprechend sollte ein
Ausbruch aus dem Bereich 3700/3883 abgewartet werden, wobei sich der DAX
in der kommenden Woche durchaus wieder nach unten orientieren könnte.

Update vom 26.05. (Kurzfristchart aktualisiert):
In der laufenden Woche legte der DAX bisher 36 Punkte zu. Während sich intraday die Marke von 3900 Punkten als zäher Widerstand entpuppte, scheiterte der Index per close wenig überraschend bereits unterhalb des Vorwochenhochs von 3883 Zählern.
Wie der Chart zeigt, deckelte zudem das mittlere Bollinger Band die deutschen Blue Chips. Ein Ausbruch über 3883 in der zweiten Wochenhälfte sollte nicht überbewertet werden, das Erholungspotenzial scheint weitgehend ausgereizt. Gerade für Bullen empfiehlt sich das Warten auf ein klares Kaufsignal.
Strategie: Unverändert.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz