Im unteren Schaubild misslang dem Index ein Test der aufwärtsgerichteten
Trendlinie, die Notierung drehte schon vorher wieder nach unten ab. Auch
das obere Bollinger Band konnte nicht getestet werden. Am Freitag rauschten
die Blue Chips sogar unter den eGD20, der aktuell bei 4083 Zählern
verläuft. Der MACD behielt sein Verkaufsignal die gesamte Woche über
bei, der Stochastik zappelt in der neutralen Zone umher.
Nach dem vor einigen Wochen erfolgten Bruch des fast einjährigen
Aufwärtstrends bleibt der DAX angeschlagen - einzig der Umstand,
dass bisher keine nennenswerten Kursverluste eintrafen, hellt die Situation
auf. Für ein neues Kaufsignal bleibt aber ein Sprung über das
bisherige Jahreshoch bei 4175 Punkten abzuwarten (wobei der Aufwärtstrend
seit März 2003 bereits oberhalb verläuft). Fällt der DAX
unter 3980 Punkte, gerät die längerfristige Kreuzunterstützung
bei 3900 Zählern ins Visier. Darunter könnte der Index sogar
bis 3800 absacken. Anleger sollten daher auf einen Ausbruch aus dem richtungslosen
Gedümpel warten.

Update vom 25.02. (Kurzfristchart aktualisiert):
Nach unentschlossenem Wochenstart sackte der DAX am Dienstag deutlich ab, fing sich aber im Bereich der 3980er-Unterstützung. Zur Wochenmitte legte die Notierung dann wieder geringfügig zu.
Der Support bei 3980 wurde zwar intraday angeknackst, hielt den Bären letztlich aber stand. Nun könnte der Index nach oben abprallen und noch für einen einigermassen versöhnlichen Wochenausklang sorgen. Durchbricht der DAX jedoch die Unterstützung bei 3980 auf Schlusskursbasis, ist Vorsicht angesagt.
Strategie: Weiter Ausbruch abwarten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz