
Die im letzten Update geäußerte Erwartung, dass der EuroStoxx Kursindex seine Widerstandszone um 3880 Punkte signifikant überwindet, erfüllte sich nicht. Der Index kitzelte den im unteren Schaubild eingezeichneten Kursbereich zwar an, doch dann ging es in der zweiten Wochenhälfte kräftig bergab. Der Index verlor 123,9 Punkte oder 3,2 Prozent.
Im mittleren Chart setzt der Kurs nun genau auf der eingezeichneten Aufwärtstrendlinie
auf, so dass unter technischen Gesichtspunkten von einer Aufwärtsreaktion
auszugehen ist.

Der Chart auf Tagesbasis stützt diese Einschätzung - wenn auch nur
eingeschränkt. Hier ist der EuroStoxx wieder in seinen Supportbereich um
3750 Punkte zurückgefallen, so dass auch in der kurzfristigen Perspektive
ein Pull-Back nach oben in der Luft liegt. Die Indikatoren mahnen allerdings
zur Vorsicht. Insbesondere das frische Verkaufsignal im MACD macht weitere Kursverluste
plausibel. Der Stochastik hingegen ist in seinem überverkauften Bereich
angekommen. Diese Konstellation würde die These eines freundlichen Wochenauftaktes
stützen.
Anschließend kommt es darauf an, ob sich auch der US-Markt fängt.
Gelingt das nicht, würde das für den Stoxx bedeuten, dass er unter
seinen Support bei 3750 fiele - in diesem Fall wäre für Anleger evtl.
ein spekulativer Einstieg in Puts erwägenswert.

Update vom 17.05. (Kurzfristchart aktualisiert):
Gleich am Montag fiel der Kurs deutlich unter die genannte Supportmarke um 1750 Punkte. Damit ist der mittelfristige Aufwärtstrend gebrochen. Im Gefolge der weiteren Kursverluste in den Vereinigten Staaten ging es dann in Europa um so kräftiger bergab. Inzwischen befindet sich der EuroStoxx bei 3600 Punkten - bei fallender Tendenz. Angesichts der Tatsache, dass die Indikatoren noch keine Anzeichen einer unteren Trendwende aufzeigen, ist auch noch kein Ende der Talfahrt abzusehen. Die nächst tiefere Unterstützung leitet sich aus dem Zwischentief im Januar her und verläuft bei 3530 Punkten. Damit bleiben Puts haltenswert, auch wenn die aktuelle Entwicklung zunächst nach einer technischen Erholung schreit. Für einen Neueinstieg in Puts ist die technische Lage derzeit jedoch zu überverkauft.
Autor: Lutz Mathes / Büro Dr. Schulz