Im unteren Chart ist zudem klar zu erkennen, dass der DAX
sowohl im November als auch im Dezember im Rahmen seiner Aufwärtsschübe
die obere Begrenzung des seit August bestehenden Trendkanals verfehlte.
Der jüngste Rücksetzer unter 4175 ist nun bedenklich, wäre
doch nach dem zuvor Anfang Dezember erreichten neuen Jahreshoch ein Anstieg
bis zu der oberen Trendkanallinie bei rund 4300 Zählern wünschenswert
gewesen. Zuletzt nahm dann auch das Verkaufsignal des MACD zunehmend Konturen
an, der Stochastik ist noch im neutralen Bereich fallend und deutet damit
innerhalb der bestehenden Seitwärtsbewegung auf weiteres Abwärtspotenzial
hin.
Der in der Vorwoche schwächelnde DAX hat optimistischen Prognosen
einen Dämpfer erteilt. Nur wenn sich der Index möglichst zügig
über 4175 und auch 4233 Zähler hinwegsetzt, gerät eine
Jahresendrallye wieder in Greifweite. Dann liegt das nächste Kursziel
bei gut 4300 Punkten. Gelingt ein solcher Ausbruch nicht, dürfte
sich der in der vergangenen Woche eingeschlagene Konsolidierungkurs fortsetzen.
Die nächsten, schwach ausgeprägten Untersützungen liegen
dann bei 4150, 4080 und 4040 Zählern.
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Update vom 15.12. (Kurzfristchart aktualisiert):
Zu Wochenbeginn kletterte der DAX wieder über die Marke von 4175 Zählern und markierte im Verlauf des Dienstags sogar ein neues Jahreshoch, per Schlusskurs blieb das Vorwochenhoch (bei 4233) jedoch unerreicht.
Das neue Hoch ist nach der Schwäche in der Vorwoche erfreulich. Angesichts der fehlenden Dynamik bleibt aber in Frage, ob die Kraft für einen Anstieg auf über 4300 Punkte (obere Trendkanalgrenze) ausreicht. Die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Rücksetzer auf 4175 ist ähnlich groß.
Strategie: Das Potenzial für einen mehrtägigen Trade ist weiterhin nicht geboten.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz