Im unteren Schaubild sind der Fehlausbruch über die
seit Januar gültige Abwärtstrendlinie und die anschließenden
Kursrückgänge gut zu erkennen. Zwar fiel die Notierung am Donnerstag
unter das mittlere Bollinger bei derzeit 4024 Zähler, behauptete
sich aber noch oberhalb der Unterstützung bei 3980. Damit ist die
Seitwärtsbewegung noch immer intakt, auch wenn der MACD nach über
einem Monat erstmals wieder auf Verkaufen drehte. Der Stochastik dagegen
nähert sich mit Riesenschritten schon wieder der überverkauften
Zone.
Nach dem Kursverlust der vergangenen Woche stehen die deutschen Blue Chips
nun am unteren Ende der Handelsspanne, weiter nachgebende Notierungen
dürften dann schnell weitere Rückgänge nach sich ziehen.
Die nächsten Unterstützungen liegen bei rund 3800 und 3700 Zählern.
Allerdings verläuft bei 3764 Punkten noch die steigende 200-Tage-Linie,
die ebenfalls als Support wirkt. Daher besteht keine unmittelbare Crash-Gefahr.
Ein Kaufsignal, das erst mit einem Sprung über 4175 entsteht, ist
derzeit aber in weiter Ferne. Deshalb sollten Anleger ihr Augenmerk auf
die 3980 richten und ggf. (moderat) weiter fallende Notierungen einkalkulieren.

Update vom 05.05. (Kurzfristchart aktualisiert):
Nach am Montag zunächst weiter fallenden Notierungen behauptete sich der DAX per Schlusskurs aber zuverlässig über dem Support bei 3980 und legte zur Wochenmitte sogar leicht zu.
Die Handelsspanne 3980/4175 bleibt damit weiterhin aktuell, größere Bewegungen sind erst nach einem Ausbruch zu erwarten. In der zweiten Wochenhälfte könnte die zuletzt leicht freundliche Tendenz nach der Bestätigung der 3980 andauern.
Strategie: Weiterhin kein drängender Handlungsbedarf für Positionstrader, solange die Trading-Range hält.
Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz