DAX-Analyse vom 14.05.2006

sowie im Anschluss Update vom 17.05.

Chart seit 1977, Chart seit Januar 2003 und Chart ab Juli 2005


Langfristchart seit 1977

Zunächst setzte sich in der Vorwoche wie an dieser Stelle erwartet die Aufwärtsbewegung fort, der DAX markierte ein neues Jahreshoch bei 6162 Zählern. In der zweiten Wochenhälfte wurde der Index dann aber in die Tiefe gerissen und verlor im Wochenvergleich beachtliche 197 Punkte bzw. 3,2 Prozent.

Wie schon in den Wochen zuvor blieb dem Index ein Anstieg bis zum Kursziel bei gut 6200 Zählern verwehrt. Mittel- bis längerfristig betrachtet ist die Aufwärtsbewegung zwar noch intakt, trotzdem mahnt das Schaubild auf Wochenbasis zur Vorsicht. Die jüngsten beiden Wochenkerzen bilden ein "bearish engulfing pattern" - eine Anordnung, die stark auf fallende Kurse hindeutet. Noch fehlt hierbei die Bestätigung durch eine weitere schwarze Kerze, die Lage kann sich also noch zum Guten wenden. Insofern kommt der kommenden Woche aus Candlestick-Sicht eine recht große Bedeutung für die Entwicklung der folgenden Wochen zu.


Wochencandles seit Januar 2000

Auch im unteren, kurzfristigen Schaubild ist die Notierung jetzt an einer bedeutenden Stelle angelangt. Zuletzt setzte der DAX praktisch punktgenau auf der Unterstützungslinie bei 5917 Punkten auf. Wird dieser Support klar unterschritten, droht ein Rückgang bis auf 5600 Zähler. Negativ fällt zudem auf, dass der seit Oktober bestehende und mehrfach bestätigte Aufwärtstrend am Freitag nach unten durchbrochen wurde.

Die bevorstehende Börsenwoche dürfte spannend werden und die Weichen für die nächsten Wochen stellen. Der DAX ist eindeutig angeschlagen, nachdem das Ziel bei 6224 erneut verfehlt wurde und die Bären das Ruder an sich rissen. Weiter nachgebende Notierungen dürften den Index in der Folge bis auf 5600 Punkte drücken. Die Lage entspannt sich nur, wenn den Bullen eine positive Wochenperformance bei den deutschen Blue Chips gelingt.

kurzfristiger TagesChart

 

Update vom 17.05. (Kurzfristchart aktualisiert):

Bereits am Montag rutschte der DAX knapp unter die Marke von 5860 Zählern und löste damit das Kaufsignal für Puts aus. Nach moderaten Verlusten am Dienstag büsste der Index dann allein am Mittwoch knapp 200 Zähler ein.

Das Kursziel bei 5600 Punkten ist damit fast erreicht. In diesem Bereich liegt eine Kreuzunterstützung, die im kurzfristigen Chart erkennbar ist. In diesem Bereich dürfte eine Gegenreaktion einsetzen, der DAX bleibt aber trotzdem deutlich angeschlagen.

Strategie: Puts jetzt relativ eng absichern.

 

Autor: Oliver Schultze / Büro Dr. Schulz


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